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       *NABU: Futtersäulen noch für die Vogelzählung füllen*

       *NABU sammelt abgeliebte Handys*

 

 *NABU: Futtersäulen noch für die Vogelzählung füllen*

*    • Stunde der Wintervögel zum 12. Mal**

**    • 6. - 9.1.22 eine Stunde lang zählen**

**    • Meisenknödel nur im Winter füttern**

**    • Infobroschüren zum Garten*

(Bremen, den 27.12.21) Während über den Gärten die Kraniche ziehen, tummeln sich unten die kleineren Ausgaben der gefiederten Freunde am Futterhaus. Wer seine Vogelfütterung noch nicht bestückt hat, sollte sich beeilen, denn sonst wird das Zählergebnis bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 9. Januar eher mager. Der NABU ruft zum zwölften Male auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhaus zu zählen und die Daten zu melden.

Nicht nur die Futterstelle ist entscheidend für den Beobachtungserfolg, auch das Wettter spielt eine Rolle, weiß NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann. „Knackiger Frost und Schnee treibt viele Vögel an die Fütterung. Bei mildem Wetter suchen die scheueren Arten lieber etwas abseits.“ Meisen und Spatzen plündern die Futtersäule jederzeit, während Gimpel, Buchfink und Buntspecht zurückhaltender sind. Für Amsel und Rotkehlchen bleibt oft nur das Aussortierte am Boden, es sei denn es werden weiches Futter und Früchte angeboten.

Damit die eine Stunde Beobachtungszeit aus dem Fenster heraus nicht langweilig werde, empfehlen die Naturschützer jetzt noch schnell

anzufüttern: „Futter aus dem Fachhandel ist der Billigware vom Discounter überlegen, das haben wir selbst einmal ausgetestet.“ Bei dem Zehn-Futtersäulen-Versuch sei das Spezialfutter deutlich beliebter gewesen als die Billigmischung. „Aus der haben die Vögel auch noch die preiswerten Weizenkörner aussortiert, die dann auf dem Boden lagen.“ Im Winter seien besonders die Fettblöcke und Meisenknödel empfehlenswert. Später im Jahr führe Fettfutter Untersuchungen zufolge zu weniger Bruterfolg bei den Meisen. „Die FU Berlin erforschte, dass in Gärten, die im Sommer mit Meisenknödeln bestückt waren 47 Prozent der Nester ohne Nachwuchs blieben. In den Kontrollgärten ohne Knödel waren es dagegen nur 13 Prozent“, berichtet Sönke Hofmann.

„Auf jeden Fall sollte man Knödel im Plastiknetz vermeiden“, warnt der NABU, „dort können sich die zierlichen Vogelkrallen der Singvögel verfangen.“ So werde aus der vermeintlichen Hilfe eine Todesfalle.

Ebenfalls wenig Begeisterung lösen die gängigen Futterhäuser bei den Vogelschützern aus: „Die Tiere laufen durch das Futter, koten auch hinein und schon breiten sich Krankheiten wie Salmonellen aus.“ Besser seien laut NABU Futterspender und Säulen geeignet, bei ihnen sitzen die Vögel auf einer Anflugstange. „Vorne können sie dann picken und hinten fällt der Kot frei herunter“, so Hofmann.

Vom 6. bis 9. Januar sollen wieder die Vögel gezählt werden, ob vom Fenster aus oder auch im Garten oder Park. Eine Stunde lang beobachten und von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die in diesem Zeitraum gleichzeitig zu sehen war, notieren. Die Ergebnisse können unter www.NABU.de oder der kostenlosen Hotline 08 00 / 115 7 115 gemeldet werden. Vergangenes Jahr haben sich über 236.000 Vogelfreunde beteiligt, 1.348 davon aus Bremen.

*NABU sammelt abgeliebte Handys*

*    • „Handys für die Hummeln“**

**    • Handy-Recycling bringt Spenden für den Insektenschutz**

**    • vergangenes Jahr über 1500 in Bremen & Bremerhaven**

**    • dennoch Smartphones möglichst lange nutzen* (Bremen, den 28.12.21) Einst ständige Begleiter, liegen sie seit Weihnachten einsam und nahezu vergessen in dunklen Schränken, denn nun hat ein neues, moderneres Smartphone den Platz eingenommen. Der NABU zeigt Mitgefühl mit solcherlei abgelegten Handys und sammelt sie für ein zweites Leben nach dem Recycling. Über eine halbe Million dieser Geräte sammelten die Naturschützer bereits.

„Wir sind gleich 2006 dabei gewesen und haben in Bremen und Bremerhaven weit über tausend Handys gesammelt, dann kamen allein vergangenes Jahr mehr als 1500 oben drauf“, freut sich NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann. Auch wenn andere Vereine mittlerweile auf den Sammelzug aufgesprungen sind, bleiben angesichts der Massen an Smartphones genug Handys für das NABU-Projekt übrig. Statistisch werden allein im Land Bremen jährlich um die 230.000 Smartphones gekauft und viele Altgeräte schlummern als ausgedientes „Nothandy“ in Schubladen.

Wegen des hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs für die Herstellung eines Mobiltelefons rät der NABU, nicht jeder Modewelle zu folgen und die Geräte möglichst lange zu nutzen. Doch irgendwann ist jedes Handy ein „alter Knochen“ und sollte recycelt und nicht weggeworfen werden.

„Da schlummern seltene und wertvolle Metalle in den Platinen und Bauteilen und selbst Ökohandys können nicht garantieren, dass mancher Rohstoff nicht doch in Kinderarbeit geschürft wurde“, bedauert Hofmann.

Bei der Handysammlung des NABU werden alle Geräte auf Reparaturfähigkeit (= re-use) getestet, dann zertifiziert gelöscht und ausschließlich in Europa als aufbereitete Handys wiederverkauft. Sind die Altgeräte nicht mehr reparabel, werden sie von einem streng überwachten Unternehmen in ihre Einzelteile für die Wiederverwendung zerlegt (= recycle). So kommen jedes Jahr 75.000 Euro Erlös für den NABU-Insektenfonds zusammen. Aus ihm werden viele lokale und ganz praktische Insektenschutz-Projekte gefördert.

Der NABU nimmt Althandys, gerne samt Akku und Ladekabel, jederzeit über den Briefkasten direkt in seiner Geschäftsstelle im Vahrer Feldweg 185 in Bremen, während der Öffnungszeiten beim Trekkingshop „Unterwegs“ am Domshof oder per Post entgegen. Auch im Umland haben die NABU-Gruppen Sammelstellen eingerichtet, weitere Infos gibt es unter www.NABU.de

 

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