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  • „Handys für die Hummeln“
  • Handy-Recycling bringt Spenden für den Insektenschutz
  • vergangenes Jahr über 1000 Handys in Bremen & Bremerhaven
  • dennoch Smartphones möglichst lange nutzen

 

(Bremen, den 28.12.22) Statistisch gesehen liegen in jedem Haushalt fünf Handys oder Smartphones ungenutzt herum. Nach den Weihnachtstagen dürften es wieder einige mehr geworden sein. Der NABU ruft auf, solcherlei abgelegten Handys für die Weiternutzung oder das Recycling bei ihm abzugeben. Allein 2021 sammelte der NABU bundesweit über 160.000 Handys und bekam dafür 100.000 Euro für den Wildbienenschutz.

„Wir sind gleich 2006 dabei gewesen und haben bis 2019 in Bremen und Bremerhaven weit über tausend Handys gesammelt, jetzt kommen allein jährlich gut 1000 Geräte zusammen“, freut sich NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann. Auch wenn andere Vereine mittlerweile auf den Sammelzug aufgesprungen sind, bleiben angesichts der Massen an Smartphones genug Handys für das NABU-Projekt übrig. Statistisch werden allein im Land Bremen jährlich um die 230.000 Smartphones gekauft und viele Altgeräte schlummern als ausgedientes „Nothandy“ in Schubladen.

Wegen des hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs für die Herstellung eines Mobiltelefons rät der NABU, nicht jeder Modewelle zu folgen und die Geräte möglichst lange zu nutzen. Doch irgendwann ist jedes Handy ein „alter Knochen“ und sollte recycelt und nicht weggeworfen werden. „Da schlummern seltene und wertvolle Metalle in den Platinen und Bauteilen und selbst Ökohandys können nicht völlig garantieren, dass mancher Rohstoff nicht doch in Kinderarbeit geschürft wurde“, bedauert Hofmann.

Bei der Handysammlung des NABU werden alle Geräte auf Reparaturfähigkeit (= re-use) getestet, dann zertifiziert gelöscht und ausschließlich in Europa als aufbereitete Handys wiederverkauft. Sind die Altgeräte nicht mehr reparabel, werden sie von einem streng überwachten Unternehmen in ihre Einzelteile für die Wiederverwendung zerlegt (= recycle). So kommen jedes Jahr Spenden für den NABU-Insektenfonds zusammen. Aus ihm werden viele lokale und ganz praktische Insektenschutz-Projekte gefördert.

Der NABU nimmt Althandys, gerne samt Akku und Ladekabel, jederzeit über den Briefkasten direkt in seiner Geschäftsstelle im Vahrer Feldweg 185 in Bremen, während der Öffnungszeiten beim Trekkingshop „Unterwegs“ am Domshof oder per Post entgegen. Auch im Umland haben die NABU-Gruppen Sammelstellen eingerichtet, weitere Infos gibt es unter www.NABU.de

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