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Martinsclub Bremen e. V.

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Mitgliedschaft zu verschenken

Martinsclub bietet Mitgliedschaft als Weihnachtsgeschenk an

Bremen. Es weihnachtet sehr – und wie jedes Jahr stellt sich die Frage nach passenden Geschenken. Der Martinsclub Bremen e. V. bietet in diesem Jahr erneut die Möglichkeit, eine Jahresmitgliedschaft zu verschenken. Diese kann online unter www.martinsclub.de/mitgliedschaft für eine beliebige Person abgeschlossen werden. Die Unterlagen gehen anschließend per Post an die schenkende Person, um sie als Weihnachtsgeschenk überreichen zu können. Die beschenkte Person muss die Mitgliedschaft dann noch mittels beiliegender frankierter Rücksendekarte offiziell annehmen.

Preislich liegt eine reguläre Mitgliedschaft bei 30 Euro pro Jahr, der Beitrag für Menschen mit einer Beeinträchtigung beträgt 15 Euro. Im Preis enthalten ist jeweils das Martinsclub-Magazin „m“, das vier Mal im Jahr erscheint und frei Haus geliefert wird. Zudem wird das neue Mitglied zu verschiedenen Veranstaltungen des Martinsclub eingeladen. Alle verschenkten Mitgliedschaften enden nach einem Jahr automatisch, es entstehen keine weiteren Kosten.

Damit die Unterlagen rechtzeitig ankommen, werden Interessierte gebeten, die Mitgliedschaft bis zum 16. Dezember zu beantragen.

Ein Geschenk für die Inklusion in Bremen

„Mitglieder bilden die Basis eines Vereins. Sie verleihen dem Martinsclub Gewicht, um die Inklusionsarbeit in Bremen vorantreiben zu können. Der Mitgliedsbeitrag kommt inklusiven Angeboten und Projekten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zugute. Mit diesem Geschenk ist also neben Freude unterm Tannenbaum auch ein guter Zweck verbunden“, findet Julia Renke, Mitgliederbeauftragte beim Martinsclub.

Weitere Informationen sind im Internet auf www.martinsclub.de/mitgliedschaft zu finden, offene Fragen beantwortet Julia Renke, erreichbar per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. sowie unter der Telefonnummer 0421-53747-799.


Gunther Molle ist verstorben

Martinsclub-Gründer Gunther Molle ist im Alter von 94 Jahren verstorben

Bremen-Neustadt. Gunther Molle, der Mitgründer des Martinsclub Bremen e. V., ist am Freitag, den 11. November im Alter von 94 Jahren verstorben. „Diese traurige Nachricht bestürzt uns alle beim Martinsclub sehr. Gunther Molle hat den Martinsclub 1973 mitgegründet und jahrzehntelang in verschiedenen Funktionen entscheidend mitgeprägt. Bis vor wenigen Monaten war er auch noch ehrenamtlich bei uns tätig. Seine Verdienste für die Behindertenarbeit in Bremen und auch darüber hinaus sind herausragend“, erklärt dazu Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider.

Eintreten für die soziale Gerechtigkeit

1973 – also vor fast 50 Jahren – gründete Molle gemeinsam mit einigen Mitstreitern den Martinsclub. Entstanden ist der Verein aus einem von Molle ins Leben gerufenen Freizeitkurs bei der Werkstatt Bremen, in dem es ums Briefmarkensammeln ging. Ziel der damaligen Gründung war es, Freizeitaktivitäten für Menschen mit einer Behinderung zu schaffen. „Dass Menschen mit einer Beeinträchtigung Zugang zu Freizeitaktivitäten haben, ist heute Normalität. Damals war das ein völlig neuer Ansatz in der Behindertenarbeit. Insofern war Gunther Molle seiner Zeit voraus. Seine Ideen waren regelrecht visionär, sie prägen unsere Arbeit bis heute. Molle hat sich schon vor über 50 Jahren für die gesellschaftliche Inklusion starkgemacht – lange, bevor es diesen Begriff überhaupt gab“, so Bretschneider. Aktiv war Molle bis ins hohe Alter. So hat er erst im vergangenen Sommer die Leitung des Briefmarkenkursus, aus dem der Martinsclub einst hervorging, abgegeben.

Ein Leben lang engagiert

Als junger Mann erlebte Molle zur Zeit des Nationalsozialismus noch die Kehrseite seines späteren Wirkens. Damals wurden Menschen mit Behinderung systematisch verfolgt und ermordet. Unter anderem diese Erfahrungen brachten ihn dazu, sich beruflich für eine gerechte Gesellschaft und für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung einzusetzen. So erlernte er den Beruf des Sozialarbeiters, was damals für einen Mann ungewöhnlich und zugleich fortschrittlich war. Inspirationen für seine damals neuartige Auslegung der Behindertenarbeit holte er sich auch auf Reisen nach England, Skandinavien und in die Niederlande, wo der Umgang mit behinderten Menschen bereits in der Nachkriegszeit viel moderner war als im von der NS-Diktatur geprägten Deutschland. Bis zuletzt organisierte er auch viele Jahre lang Aktionen, um Stolpersteine, die an ermordete Menschen mit Beeinträchtigung erinnern, zu putzen. Im Martinsclub leitete er nach seiner beruflichen Tätigkeit zudem bis vor fünf Jahren mehrere Schwimmkurse. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde Molle 2019 mit dem Bremer Bürgerpreis in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet. 2020 war er außerdem für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

Bretschneider: „Ohne sein Wirken wäre der Martinsclub heute nicht der Verein, der er ist. Wir werden Gunther Molle vermissen und unsere Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigung in seinem Sinne fortführen.“


Bedienungsanleitung in einfacher Sprache

Martinsclub bringt Info-Broschüre in einfacher Sprache zum Thema Smartphone heraus

Bremen. Wie funktioniert ein Smartphone? Was gibt es zu beachten? Und wie wird ein Zoom-Meeting eröffnet? Für viele Menschen ist der Umgang mit dem Handy nicht alltäglich. Das betrifft vor allem ältere Menschen, aber auch Menschen mit Behinderung. Dennoch ist die Bedienung eines Smartphones für sie im Alltag wichtig. Zum Beispiel, um mit Angehörigen und Freunden Kontakt zu halten, um im Beruf auf dem Laufenden zu bleiben oder sich auf neuen Wegen nicht zu verirren.

Das passende Handbuch

Unter dem Titel „So funktioniert mein Smartphone – Wichtige Funktionen und Anwendungen einfach erklärt“ hat der Martinsclub Bremen e. V. nun ein Handbuch herausgebracht. Darin werden alle wichtigen Fragen rund ums Handy geklärt. Auch geht es um soziale Medien wie Instagram und WhatsApp. Innerhalb des Heftes finden sich immer wieder Links zu kurzen Erklärvideos, die das Lernen vereinfachen. Erstellt wurde das 50 Seiten umfassende Heft in der einfachen Sprache „Verso“. „Uns war besonders wichtig, dass möglichst viele Menschen die Beschreibungen lesen und verstehen können. Deshalb haben wir versucht, dieses mitunter komplizierte Thema so einfach und verständlich wie möglich zu erklären“, sagt Projektleiterin Hedwig Thelen vom Martinsclub.

Hintergrund der Anleitung: der Smartphone-Treff

Entstanden ist das Handbuch im Rahmen des Aktion Mensch-Projekts „Begegnung im Stadtteil“. Teil dieses Projektes war der „Smartphone-Treff“, ein offenes Beratungsangebot für Menschen, die den Umgang mit dem Handy lernen wollen. „Der Smartphone-Treff wurde super angenommen. Leider endete die Projektförderung im Frühjahr 2022. Das Heft ist ein Ergebnis, das nachhaltig Menschen helfen kann“, so Thelen. Das Handbuch ist kostenlos erhältlich. Es kann per E-Mail bei Hedwig Thelen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. angefragt werden. Zudem liegt es in der Geschäftsstelle des Martinsclub (Buntentorsteinweg 24/26, 28201 Bremen) aus. Online steht es zum Download zur Verfügung:

https://www.martinsclub.de/wp-content/uploads/2022/05/Smartphone-Handbuch_web.pdf


Wie gelingt Inklusion im Sport?

Im m-Magazin wirft der Martinsclub einen Blick auf die Angebote in Bremen

Bremen. Sport ist mehr als körperliche Bewegung. Wer Sport treibt, lebt gesünder und tut sich etwas Gutes. Zudem finden im Verein oder in der Trainingsgruppe viele soziale Kontakte statt. Doch wie ist es um die Inklusion im Bremer Sport bestellt? Haben Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit, Sport zu treiben und ihren Interessen auf diesem Feld nachzugehen? Der Martinsclub Bremen e. V. wirft im aktuellen m-Magazin einen Blick hinter die Kulissen der inklusiven Trainingsangebote und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich für eine inklusive Sportlandschaft einsetzen. Immer im Fokus steht dabei die Frage, was es braucht, um Menschen mit einer Beeinträchtigung ins sportliche Geschehen einzubinden.

Vor nunmehr fünf Jahren gründete der Martinsclub die erste inklusive Wohngemeinschaft in Bremen. Dort leben acht junge Leute – teilt mit, teils ohne Beeinträchtigung – zusammen. Im „m“ berichten sie, wie der Alltag in ihrem Zuhause aussieht und welche Idee hinter einem solchen Projekt steckt.

Arbeiten ohne Bezahlung? Wer ehrenamtlich aktiv ist, stellt Zeit und Tatkraft in den Dienst der guten Sache und erhält dafür in der Regel Dank, Lob und Anerkennung, aber kein Geld. Viele gesellschaftliche Bereiche, vor allem rund ums Sozialwesen, würden ohne diesen selbstlosen Einsatz nicht funktionieren. Auch der Martinsclub ist aufs Ehrenamt angewiesen. Drei Ehrenamtliche geben einen Einblick in ihr Engagement und erzählen von ihrer Motivation.

Das Magazin „m“ ist kostenfrei erhältlich in der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26 in der Bremer Neustadt. Außerdem liegt das Magazin in den Quartierszentralen des Martinsclub in Findorff, Gröpelingen, Vegesack, Kattenturm, Huckelriede, Walle, in der Vahr sowie in Syke aus. Auch online ist das „m“ unter www.martinsclub.de/ueber-uns/m verfügbar. Wer die Inklusionsarbeit des Martinsclub als Mitglied unterstützt, bekommt das vierteljährlich erscheinende Magazin frei Haus geliefert. Ein entsprechender Mitgliedsantrag ist bei Julia Renke, Telefon 0421-53 747 799, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., erhältlich.

Das Magazin „m“ als Download:

https://www.martinsclub.de/wp-content/uploads/2022/09/m3-22_26.9.22_final.pdf


Kräfte bündeln für die Inklusion

Kooperation zwischen Martinsclub und DRK bringt inklusive Angebote für junge Leute hervor

Bremen-Vegesack/Ost/LdW. Ein gemeinsames Ziel als Antrieb: Der Martinsclub Bremen e. V. und das Deutsche Rote Kreuz wollen gemeinsam die Inklusion in Bremen vorantreiben und entsprechende Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen. Dazu wurde nun eine Kooperation im Freizeitbereich vereinbart. „Unser Anliegen ist es, Aktivitäten auf die Beine zu stellen, an denen junge Menschen mit und ohne körperliche und/oder geistige Beeinträchtigung gemeinsam teilnehmen können. Denn der Bedarf dafür wächst immer weiter. Mit Teamwork und unseren gemeinsamen Stärken geht das besser als alleine“, ist sich Martina Kiy, Fachleitung Teilhabe beim Martinsclub, sicher. Unter dem Motto Gemeinsam sind wir stark werden auf diesem Wege allerlei Freizeitaktivitäten organisiert und geplant, die ganz unterschiedliche Interessensschwerpunkte junger Menschen bedienen.

Gemeinsam Zeit verbringen: Inklusion stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ihren Anfang nahm die Zusammenarbeit im Bremer Norden, wo das DRK und der Martinsclub im Sommer 2020 einen Ferienworkshop zum Thema Medien organisiert haben. „Dies hat sich mit der Zeit zu einer inklusiven Jugendgruppe entwickelt, die sich im Jugendhaus Alt-Aumund mit medienpädagogischen Inhalten beschäftigt. Hierbei werden auch speziell die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in der Mediennutzung thematisiert“, erklärt Sara Dahnken vom DRK. Inzwischen ist eine ganze Reihe weiterer gemeinsam organisierter Kurse entstanden: So treffen sich in Tenever regelmäßig sportbegeisterte Jugendliche mit und ohne Behinderung, um sich gemeinsam auszupowern und zusammen ihre Fitness zu trainieren. Außerdem organisieren die beiden Träger in mehreren Stadtteilen inklusive Jugendtreffs zu verschiedenen Themen. Etwa offene Treffen in den DRK-Jugendfreizeitheimen in der Neustadt und in Woltmershausen: Hier können die Teilnehmenden selber entscheiden, wie sie die gemeinsame Freizeit verbringen möchten. In der Vahr wird außerdem ein Hip-Hop-Kursus angeboten, in dem der Spaß an der Musik und am gemeinsamen Tanzen vermitteln werden soll. „Bei all diesen Treffen fällt eines besonders auf: Die Kinder und Jugendlichen machen keine Unterschiede, ob jemand eine Beeinträchtigung hat oder nicht. Das Verhalten ist geprägt von gegenseitigem Verständnis und von Hilfsbereitschaft. Davon können sich viele Erwachsene eine Scheibe abschneiden“, sagt Kiy. Für die Inklusionsarbeit, so Kiy, sei dies eine große Erfolgsmeldung.

Stetige Weiterentwicklung der Aktivitäten

Durch die Kooperation wollen der Martinsclub und das Rote Kreuz diesen Weg weiter beschreiten. Möglichst viele Kinder und Jugendliche sollen von den inklusiven Angeboten profitieren können. Um die Aktivitäten interessant und auf der Höhe der Zeit zu halten werden ständig neue Ideen entwickelt. Dies gehe gemeinsam besser, meint Dahnken: „Inhaltlich und organisatorisch macht solch ein gemeinsames Vorgehen absolut Sinn. Indem wir Kräfte bündeln, zusammen Pläne schmieden und gemeinsam an der konkreten Umsetzung von Inklusion arbeiten, erreichen wir unterm Strich qualitativ und quantitativ mehr. Das ist gerade infolge der vielen Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, wünschenswert und wichtig.“


Weiterbildung ermöglicht Teilhabe

Martinsclub bietet Weiterbildungsprojekt „Teile dein Wissen“ für Menschen mit Beeinträchtigung an – Interessierte willkommen, Teilnahme kostenfrei

Bremen. Teilhabe ist ein häufig verwendeter Begriff, wenn es um die gesellschaftliche Einbindung von Menschen mit einer Beeinträchtigung geht. Zur Schule gehen, arbeiten, Bildungs- und Kulturangebote wahrnehmen, die eigene Freizeit gestalten – diese und weitere Aspekte werden unter dem Begriff vereint. „Unser Ziel ist, die Teilhabechancen von Menschen mit einer Beeinträchtigung in allen möglichen Lebensbereichen zu verbessern“, sagt Kim Langer vom Martinsclub Bremen e. V. Zwar habe sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven bewegt. Dennoch gebe es noch viel zu tun: „Inklusion kann nur funktionieren, wenn Menschen mit Beeinträchtigung Zugang zu allen Bereichen bekommen, die ihnen bisher verschlossen sind. Dabei müssen sie sich auch selber aktiv einbringen können. Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass auch Menschen mit einer Behinderung als Experte, Kursleitung oder Dozentin auftreten können“, erklärt Langer. Dafür hat der Martinsclub das Weiterbildungsangebot „Teile dein Wissen“ ins Leben gerufen, das nun in die zweite Runde geht. Hiermit werden gezielt Menschen mit einer körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigung angesprochen, die lernen möchten, Kurse anzuleiten und ihr Wissen an andere zu vermitteln. Interessierte können sich ab sofort unter der Telefonnummer 0421-53747-789 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Das Angebot startet am Mittwoch, den 20. April, 16:30 Uhr.

Lernen, üben, selber machen

Inhaltlich ist das auf anderthalb Jahre angelegte Projekt in einen theoretischen und einen praktischen Part aufgeteilt. In wöchentlichen Kursen in der Bremer Überseestadt geht es darum, die jeweiligen Methoden zu erlernen. „Dabei versuchen wir, individuelle Stärken der Teilnehmenden herauszuarbeiten und ihnen ein sicheres Auftreten zu vermitteln. Weiter geht es darum, frei vor einer Gruppe zu sprechen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und Konflikte zu lösen“, sagt Kursleiterin und Projektkoordinatorin Anne Skwara-Harms. Der praktische Teil erfolgt in einer Praxisstelle, die für alle Teilnehmenden gesucht wird.  Dies können etwa Sportkurse, Kreativangebote oder berufliche Qualifizierungen bei der Werkstatt Bremen sein. „Dort bekommen die Teilnehmenden die Gelegenheit, das Gelernte direkt anzuwenden und Erfahrungen für den Arbeitsmarkt zu sammeln. Die Zusammenarbeit mit entsprechenden Kooperationspartnern ist außerdem mit dem Ziel verbunden, dass Menschen mit Beeinträchtigung als Trainer, Anleiterinnen oder Kursleitungen ernstgenommen werden“, betont außerdem Projektkoordination Hedwig Thelen. Zu den aktuellen Kooperationspartnern zählen die Werkstatt Bremen, der SV Werder Bremen, die Universität Bremen, der Verein tanzbar_bremen e. V. und das Hafenmuseum.

Bereits 2019 hat der Martinsclub das Projekt „Teile dein Wissen“ gestartet. 13 Menschen mit Beeinträchtigung konnten die Weiterbildung Ende vergangenen Jahres mit Erfolg abschließen. Einige von ihnen sind nun im Martinsclub und bei verschiedenen Kooperationspartnern als Kursassistenzen tätig.

Förderungen und Spenden ermöglichen „Teile dein Wissen“

Ermöglicht wird „Teile dein Wissen“ durch eine erneute Förderung von Aktion Mensch, die das Projekt wie schon im ersten Durchgang als größte Geldgeberin finanziell unterstützt. Zudem hat auch die Sparkasse Bremen wieder 10.000 Euro aus der Aktion Lotteriesparen für das Angebot breitgestellt.


Wohin des Weges?

Im Martinsclub-Magazin „m“ werfen verschiedene Generationen einen Blick in die Zukunft

Bremen. Kriege, Klimakrise, Corona – turbulent ist die Gegenwart, entsprechend ungewiss ist die Zukunft. Wie blicken Angehörige verschiedener Generationen aus dem Hier und Jetzt auf das, was kommt? Im Magazin „m“ vom Martinsclub Bremen e. V. kommen fünf Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu Wort, um ihre Erwartungen an die Zukunft zu schildern. Ein Mitarbeiter einer Pflegestation für unheilbar kranke Patienten erzählt dabei, was es bedeutet, wenn Menschen dem Tod ins Auge blicken und die Zukunft nur noch wenige Tage beträgt. Eine Abiturientin berichtet von ihren persönlichen Plänen und wie sie die Welt verbessern will. Vater und Tochter blicken gemeinsam in die Zukunft. Sie lebt mit einer Beeinträchtigung und will auf eigenen Beinen stehen, er setzt sich für mehr Inklusion ein. Zudem skizziert der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf, weshalb er in Krisen auch Chancen für die Zukunft der Menschheit sieht.

Von der Suche nach einem Zuhause und der Verbundenheit mit einem Stadtteil

Weiter widmet sich das „m“-Magazin dem Thema Wohnungssuche von Menschen mit Beeinträchtigung. Nur wenige Wohnungen sind rollstuhlgerecht, dabei groß genug und zugleich bezahlbar. Und das auf einem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt. Ein Betroffener schildert seine Erfahrungen, die er in vielen Jahren auf der Suche nach einer neuen Bleibe gemacht hat.

Nicht nur um die eigenen vier Wänden, sondern um den ganzen Stadtteil dreht sich ein weiterer Artikel: Ein Nordbremer Jung‘ hat die „m“-Redaktion auf einen Spaziergang durch Vegesack mitgenommen und seine Geheimtipps und Lieblingsplätze verraten.

Das Magazin „m“ ist kostenfrei erhältlich in der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26 in der Bremer Neustadt. Außerdem liegt das Magazin in den Quartierszentralen des Martinsclub in Findorff, Gröpelingen, Vegesack, Kattenturm, Huckelriede, Walle, in der Vahr sowie in Syke aus. Auch online ist das „m“ unter www.martinsclub.de/ueber-uns/m verfügbar. Wer die Inklusionsarbeit des Martinsclub als Mitglied unterstützt, bekommt das vierteljährlich erscheinende Magazin frei Haus geliefert. Ein entsprechender Mitgliedsantrag ist bei Julia Renke, Telefon 0421-53 747 799, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., erhältlich.

Das Magazin „m“ als Download:

https://www.martinsclub.de/wp-content/uploads/2022/03/m1-22_low.pdf


Fluchthilfe für Menschen mit Beeinträchtigung aus der Ukraine beendet

Der Martinsclub beendet seine Hilfsaktion an der ukrainischen Grenze für Geflüchtete mit Behinderung – Derzeit keine professionell aufgestellte Hilfsaktion mehr vor Ort

Bremen. Alles begann als kleine spontane Hilfsaktion: Am 8. März machten sich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Martinsclub Bremen e. V. in drei Kleinbussen auf den Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze. Das Ziel: Menschen mit Behinderung und deren Familien, die aus dem ukrainischen Kriegsgebiet geflohen sind, sollten nach Bremen gebracht werden. Dazu wurden vorab Kontakte zu polnischen Hilfsorganisationen geknüpft, die die Menschen aus der Ukraine evakuiert hatten. Wenig später trafen 14 Geflüchtete in der Hansestadt ein, die in extra für diesen Zweck hergerichteten Wohnungen des Martinsclub untergebracht wurden und nun vom Martinsclub betreut werden. Doch bei der kleinen Aktion ist es nicht geblieben.

Aufruf an Behindertenhilfeträger in ganz Deutschland

„Es war von Anfang an klar, dass wir unsere Hilfe nur ganz wenigen Menschen anbieten können. Daher haben wir einen Aufruf an alle in der Behindertenhilfe tätigen Organisationen in ganz Deutschland gerichtet mit der Bitte, ebenfalls Transporte zu organisieren und – möglichst barrierefreie – Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen“, erklärt Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider. In der Folge gingen beim Martinsclub zahlreiche Hilfsangebote aus ganz Deutschland ein. Vor Ort im polnischen Lublin unweit der Grenze zur Ukraine verblieben mehrere Mitarbeiter vom Martinsclub, um die Hilfsorganisationen mit den geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern in Kontakt zu bringen. Bretschneider: „Nach wenigen Tagen hatten wir als Martinsclub quasi die Führungsrolle in der Fluchthilfe für Menschen mit Behinderung inne. Unsere Leute haben eine Art Netzwerk mit polnischen Hilfeträgern aufgebaut und die Weiterreise nach Deutschland federführend koordiniert.“ So konnten insgesamt mehr als 70 Menschen an acht deutsche Hilfsorganisationen vermittelt und in Sicherheit gebracht werden.

Engagement des Martinsclub endet – leider ohne professionelle Nachfolge

Eine große Erfolgsgeschichte inmitten des dramatischen Kriegsgeschehens also? Leider nein. Denn nun sind die Mitarbeitenden des Martinsclub nach zehn Tagen ununterbrochener Hilfeleistungen nach Bremen zurückgekehrt. „Das ganze Unterfangen ist vom ersten Tag an viel größer geworden als geplant. Unsere Kapazitäten für die Hilfe vor Ort sind erschöpft. Unsere Hoffnung war, dass sich ein oder mehrere Träger der Behindertenhilfe finden, die die Koordination für professionelle Hilfe vor Ort übernehmen. Trotz intensiver Suche und zahlloser Telefonate mit allen möglichen Organisationen aus der Behindertenhilfe ist dies nicht gelungen“, so Bretschneider. Derzeit existiert an der polnisch-ukrainischen Grenze also keine koordinierte Fluchthilfe mehr, die sich explizit an Menschen mit Behinderung richtet und deren Weiterreise nach Deutschland organisiert. „Das macht uns sehr traurig, denn in dieser Sache geht es darum, Leben zu retten. Die Lage in der Ukraine und an den Grenzen ist ohnehin schon katastrophal, doch für Menschen mit Behinderung ist es noch dramatischer und schwieriger, sich in Sicherheit zu bringen“, sagt Bretschneider.

Herzblut und Anstrengung haben sich gelohnt

Zwar endet die Aktion nun mit dem unbefriedigenden Gefühl, eine Lücke zu hinterlassen. Dennoch, betont Thomas Bretschneider, hat sich das Engagement vollends gelohnt: „Die Anstrengungen der letzten Tage waren es absolut wert, denn wir konnten zumindest einigen Menschen in ihrer furchtbaren Situation helfen. Unsere Mitarbeitenden vor Ort sowie auch hier in Bremen waren mit viel Herzblut bei der Sache, haben ihre Arbeitszeit tagelang nur dieser einen Sache gewidmet und teils auch ihre Freizeit geopfert, um Menschenleben zu retten. Insgesamt waren daran etwa 60 Kolleginnen und Kollegen aus dem Martinsclub beteiligt. Sie haben Großartiges geleistet. Ich danke allen, die diese Aktion unterstützt haben.“

Nun bleibt die Hoffnung, dass sich andere Helferinnen und Helfer an der Grenze finden – und dass der Krieg in der Ukraine bald endet.


 Ein neues Gesicht im Stadtteil

Sepideh Heydarpur ist neue Regionalleitung des Martinsclub in der Vahr

Bremen-Vahr. Der Martinsclub Bremen e. V. hat eine neue Regionalleitung in seinem Quartierszentrum in der Vahr. Sepideh Heydarpur wird künftig die Geschicke des Martinsclub vor Ort leiten und im Stadtteil als Ansprechpartnerin für alle Belange rund um die Inklusion fungieren. Die 31-jährige Bildungswissenschaftlerin tritt den neuen Job dabei mit einem festen Ziel an: „Mir geht es darum, mich für Gerechtigkeit einzusetzen. Dazu möchte ich gesellschaftliche Ungleichheiten – die zum Beispiel durch eine Behinderung entstehen können – beseitigen. Körperliche oder geistige Merkmale dürfen nicht über die gesellschaftliche Teilhabe eines Menschen entscheiden. Dafür möchte ich mich beim Martinsclub hier im Bremer Osten starkmachen.“ Dazu wird die Österreicherin die Schaffung inklusiver Angebote und Projekte in der Vahr vorantreiben. So sollen in diesem Jahr u. a. ein neuer Jugendtreff, ein Seniorentreff sowie ein Kegelangebot stattfinden. Weitere Projekte, etwa auf dem Ellener Hof in Osterholz, sind in Planung.

Berufserfahrung in Sachen Inklusion

Erfahrung auf diesem Gebiet bringt Heydarpur durch ihre bisherige Arbeit als stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Verden (Aller) sowie in der dortigen Fachstelle für Inklusion mit. Zudem war sie in der Vergangenheit an der Universität Innsbruck im Forschungsbereich Migration und Bildung sowie beim Klimabündnis Tirol als Projektleitung tätig. „Der neue Job beim Martinsclub reizt mich sehr. Hier habe ich die Möglichkeit, Inklusion direkt im Stadtteil, bei den Menschen vor der Tür, umzusetzen. Das wird sicherlich sehr spannend“, so Heydarpur über ihre neue Herausforderung.

Inklusionseinsatz für den Bremer Osten

Der Martinsclub ist seit April 2020 mit einem Quartierszentrum in der Sonneberger Straße im Stadtteil Vahr ansässig. Von dort aus werden die Aktivitäten des Martinsclub im Bremer Osten koordiniert. Dazu gehören etwa Freizeitangebote für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen sowie die Schaffung von Wohnangeboten für Menschen mit einer Behinderung. Zudem sind an den Schulen im Bremer Osten über 100 Schulassistenzen im Einsatz, um Kindern mit einer Beeinträchtigung den Besuch einer Regelschule zu ermöglichen. Informationen zur Arbeit des Martinsclub erteilt Sepideh Heydarpur per Telefon unter 0421-98997719 sowie per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..


Spende für Mikro und Mischpult

Bremische Volksbank unterstützt inklusive Band „ClubRock“ vom Martinsclub Bremen e. V.

Bremen. Wenn Musikbands durchs Land touren, haben sie meist allerlei Equipment im Gepäck. Ähnlich geht es ClubRock, der inklusiven Band des Behindertenhilfeträgers Martinsclub Bremen e. V.: Für Auftritte und Proben benötigen die Mitglieder neben ihren Instrumenten einige technische Geräte, die mitunter recht teuer sein können. Die Bremische Volksbank hat die Band nun mit einer Spende über 1.000 Euro aus der VR-Gewinnspargemeinschaft unterstützt. Mit dem Geld sollen neue Mikrofone und ein neues Mischpult angeschafft werden. „Unsere Band ClubRock existiert schon seit vielen Jahren, entsprechend ist auch die Technik irgendwann mal veraltet. Dank der Unterstützung der Bremischen Volksbank können wir die Ausstattung der Band wieder auf den neusten Stand bringen“, freut sich Julia Renke, Spendenbeauftragte beim Martinsclub.

Rockig, fetzig, inklusiv

Die inklusive Band „ClubRock“ bietet Menschen mit und ohne Beeinträchtigung die Möglichkeit, gemeinsam Musik zu machen. Zum musikalischen Repertoire der Martinsclub-Band zählen Partyhits, Schlager und deutschsprachige Klassiker.

Wer die Inklusionsarbeit des Martinsclub mit einer Spende unterstützen möchte, wird gebeten, sich bei Julia Renke, Telefon 0421 – 53747799, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., zu melden.

Foto-Download:

https://martinsclub-cloud.solidstore.de/index.php/s/Bq8JjZqer7yGA8P

Quelle: Martinsclub Bremen e. V.

Das Foto zeigt die Band ClubRock beim Auftritt auf dem Alle Inklusive Festival 2019.


„Hier bestimme ich!“

Martinsclub-Magazin „m“ beleuchtet das Leben mit dem fetalen Alkoholsyndrom

Bremen. Ein Schluck kann schon zu viel sein: Trinkt die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol, birgt dies große Gefahren für den ungeborenen Säugling. Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD) nennt sich die Beeinträchtigung, die daraus entstehen kann. Deren mögliche Folgen sind etwa körperliche Schäden, ein auffälliges Sozialverhalten, psychische Probleme oder Lernstörungen. Im Herbst eröffnete der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. ein Wohnangebot auf dem Ellener Hof in Bremen-Osterholz, das auf diese Zielgruppe spezialisiert ist. Das neu herausgekommene Magazin “m“ des Martinsclub widmet sich dieser Behinderung und stellt das Leben in der neuen Wohnform vor. „Die persönlichen Geschichten, die die Gespräche mit den Bewohnern zutage gefördert haben, sind wirklich bewegend. Sie zeigen, dass es für manche Menschen unmöglich ist, den Normen und Regeln der Gesellschaft zu entsprechen. Es ist beeindruckend, wie diese jungen Leute trotzdem ihr Leben anpacken und die Schwierigkeiten im Alltag zu meistern versuchen“, findet Redaktionsleiterin Catrin Frerichs. Zusätzlich zu diesen persönlichen Einblicken erfahren die Leserinnen und Leser nützliche Hinweise und Anlaufstellen für den Umgang mit dem fetalen Alkoholsyndrom.

Friedenstunnel, Stolpersteine, Lieblingsläden

Neben dem ausführlichen Titelthema findet sich im „m“-Magazin ein Portrait über den Friedenstunnel in der Bremer Bahnhofsvorstadt. Dieses Kunstprojekt entstand anlässlich der Terroranschläge in den USA 2001, die sich dieses Jahr zum 20. Mal jährten. Die dafür verantwortliche Künstlerin Regina Heygster erzählt im „m“, wie es dazu kam. Zudem war die Redaktion beim Stolpersteine-Putzen in Gröpelingen dabei: Immer am 9. November, dem Jahrestag der gewalttätigen Pogrome gegen Menschen jüdischen Glaubens im Jahr 1938, trifft sich die Nachbarschaft rund um den Breitenbachhof, um der Opfer des Nazi-Regimes zu gedenken. Darunter sind auch einige Nutzerinnen und Nutzer des Martinsclub, die insbesondere auf das Schicksal von Menschen mit einer Behinderung aufmerksam machen möchten.

In der Vorweihnachtszeit stellt sich außerdem häufig die Frage, wo und wie die Geschenke besorgt werden – online bestellen oder im Geschäft einkaufen? Die m-Redaktion hat sich nach den Lieblingsläden einiger Bremerinnen und Bremer erkundigt. „Damit möchten wir für den Einzelhandel und den Einkauf im Laden an der Ecke werben“, erklärt Frerichs.

Das Magazin „m“ ist kostenfrei erhältlich in der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26 in der Bremer Neustadt. Außerdem liegt das Magazin in den Quartierszentralen des Martinsclub in Findorff, Gröpelingen, Vegesack, Kattenturm, Huckelriede, Walle, in der Vahr sowie in Syke aus. Zudem ist das „m“ online unter www.martinsclub.de/ueber-uns/m verfügbar. Wer die Inklusionsarbeit des Martinsclub als Mitglied unterstützt, bekommt das vierteljährlich erscheinende Magazin frei Haus geliefert. Ein entsprechender Mitgliedsantrag ist bei Julia Renke, Telefon 0421-53 747 799, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., erhältlich.

Das Magazin „m“ als Download:

https://www.martinsclub.de/wp-content/uploads/2021/12/m4-2021_final_low.pdf

Der Martinsclub Bremen e. V. ist einer der größten Träger der Behindertenhilfe in Bremen. Gegründet im Jahr 1973, bietet er heute ein vielfältiges Leistungsangebot. Dazu zählen Wohnbetreuung, Assistenz in Schule, Jugendhilfe, Pflege, Bildungs- und Freizeitangebote, Fortbildungen für soziale Berufsfelder, eine Tagungsraumvermietung, zwei inklusive Gastronomiebetriebe sowie eine Agentur für barrierefreie Kommunikation. Gesellschaftlich und politisch setzt sich der Martinsclub mit seinen ca. 1.200 Beschäftigten für Inklusion und Gleichberechtigung ein. In den Bremer Stadtteilen Neustadt, Findorff, Kattenturm, Gröpelingen, Huckelriede, Vegesack, Walle und Vahr ist er mit einem Quartierszentrum vertreten. Seit 2018 ist der Martinsclub zudem in der Stadt Syke in Niedersachsen aktiv.

www.martinsclub.de


„Nicht lang‘ schnacken, selber machen“

„Teile dein Wissen“: Martinsclub bildet Menschen mit Beeinträchtigung weiter

Bremen. Neues lernen, sich weiterentwickeln und eigenes Wissen weitergeben – darum drehte sich das Projekt „Teile dein Wissen“, das der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. 2019 aus der Taufe gehoben hat. 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Beeinträchtigung waren mit von der Partie, um zu erfahren, wie Gruppen angeleitet und Events organisiert werden. Nun ist das Projekt abgeschlossen. „Eigentlich wollten wir das feiern, um die Teilnehmenden für ihre erfolgreiche Weiterbildung zu ehren. Wegen Corona fällt das leider aus. Sowieso hat uns die Pandemie das Leben äußerst schwer gemacht, da immer wieder Veranstaltungen und Kurse ausgefallen sind. Dennoch war die ganze Sache ein absoluter Meilenstein für uns“, erklärt Kursleiterin Anne Skwara-Harms, die das von der Aktion Mensch unterstützte Projekt mit organisiert hat. Um das Vorhaben während der Pandemie erfolgreich weiterzuführen, sei, ergänzt sie, Improvisationstalent gefragt gewesen: „Trotz aller Beschwerlichkeiten haben wir das Beste daraus gemacht. Wir konnten beispielsweise aufzeigen, dass man sich auch online treffen kann. Daraus resultieren nun viele Kenntnisse in Sachen Videokonferenzen, die es ohne Corona nicht gegeben hätte.“

Trockenübungen im Schwimmunterricht

Von den vielen coronabedingten Einschränkungen war Teilnehmerin Maren Bolte besonders stark betroffen. Die 51-Jährige wurde dazu ausgebildet, Aufwärmübungen im Schwimmunterricht zu leiten. Allerdings waren die Schwimmbäder seit Pandemiebeginn quasi durchgehend geschlossen. „Das war natürlich frustrierend“, findet sie. Aber dennoch hat sie weiter am ihrem Ziel gearbeitet: „Wir haben stattdessen im wahrsten Sinne des Wortes Trockenübungen gemacht. Dabei ging es um ein Gymnastik-Aufwärmtraining, das ich angeleitet habe. Zudem gab es Theorieunterricht, dort haben wir gelernt, vor einer Gruppe zu sprechen. An das Stimmtraining mit dem Schauspieler Manni Laudenbach erinnere ich mich besonders gerne“, erzählt sie. Einmal hat sie sogar im Rahmen einer Medienfortbildung eine Lockerungsübung per Videokonferenz abgehalten. „Das war etwas verrückt, aber auch eine lustige Sache, die mich auf jeden Fall weitergebracht hat“, findet Bolte. Auch das Einzeltraining, um bestimmte Inhalte zu vertiefen, hat ihr große Freude bereitet.

Mit gesunder Einstellung auf der Bühne

Ähnlich geplagt von den zahllosen durch Corona hervorgerufenen Absagen ist die 22-jährige Leonie Meentzen. Sie ist Teil der Eventmacher. Dieser Kurs hat sich unter der Leitung von Alexander Werner, der selber im Eventbereich aktiv ist, auf die Planung und Organisation von Festivals konzentriert. „Was braucht es, um ein Festival auf die Beine zu stellen? Wie plant man ein interessantes Programm, wie bleiben die Kosten dafür im Rahmen? Damit haben wir uns befasst“, erklärt Meentzen. 2019 hat die Gruppe die Breminale und das Moyn Moyn-Festival besucht, um dort hinter die Kulissen zu schauen. In den letzten beiden Jahren funktionierte dies zumeist nur in der Theorie. Daher wünscht sich Meentzen, dass der Kurs weitergeht: „Es ist sehr anspruchsvoll, ein Event durchzuführen. Es steckt mehr dahinter als das, was die Besucherinnen und Besucher sehen. Da gibt es für mich noch viel zu lernen.“ Ein besonderer Moment war für sie das Alle Inklusive Festival, das im vergangenen September vom Martinsclub und den Eventmachern organisiert wurde. Hier hat Leonie Meentzen einen Teil der Moderation an der Seite von Radiomoderator Olaf Rathje übernommen. War sie aufgeregt? „Nö. Einfach machen und nicht so viel darüber nachdenken.“ Überhaupt geht sie mit einer gesunden Einstellung zu Werke, wenn es ums Organisieren geht: „Ich will Dinge voranbringen statt darüber zu diskutieren. ‚Nicht lang‘ schnacken, selber machen‘, das ist mein Motto“, erzählt sie.

Fortsetzung folgt – Wünsche für die Zukunft

Allem Corona-Ärger zum Trotz war die Weiterbildung ein voller Erfolg. „Alle Teilnehmenden haben viele individuelle Fortschritte gemacht, das war eine positive Überraschung. Außerdem ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion auf dem Arbeitsmarkt. Denn das Ziel lautet durchaus, dass die Teilnehmenden die erlernten Inhalte auch beruflich anwenden, zum Beispiel als Honorarkraft im Sport oder in der Veranstaltungsorganisation“, sagt Projektleiterin Kim Langer. „Wir werden das Projekt im neuen Jahr fortführen, um weiteren Interessierten diese Weiterbildung zu ermöglichen.“ Auch Maren Bolte und Leonie Meentzen haben konkrete Vorstellungen für die Zukunft. Bolte etwa möchte ihre Kenntnisse weiter ausbauen, um eigene Sportkurse und Fitnessübungen leiten zu können. „Ich würde mich auch gerne zur Schwimmassistenz ausbilden lassen.“ Leonie Meentzen wünscht sich, dass die Eventmacher zusammenbleiben: „Wir haben Freundschaft geschlossen. Also werden wir uns weiterhin treffen – auch, um Festivals zu besuchen und gemeinsam zu feiern.“ Alle Beteiligten eint dabei die gleiche Hoffnung: Dass die Inklusionsbremse Corona bald der Vergangenheit angehört.

Der Martinsclub Bremen e. V. ist einer der größten Träger der Behindertenhilfe in Bremen. Gegründet im Jahr 1973, bietet er heute ein vielfältiges Leistungsangebot. Dazu zählen Wohnbetreuung, Assistenz in Schule, Jugendhilfe, Pflege, Bildungs- und Freizeitangebote, Fortbildungen für soziale Berufsfelder, eine Tagungsraumvermietung, zwei inklusive Gastronomiebetriebe sowie eine Agentur für barrierefreie Kommunikation. Gesellschaftlich und politisch setzt sich der Martinsclub mit seinen ca. 1.200 Beschäftigten für Inklusion und Gleichberechtigung ein. In den Bremer Stadtteilen Neustadt, Findorff, Kattenturm, Gröpelingen, Huckelriede, Vegesack, Walle und Vahr ist er mit einem Quartierszentrum vertreten. Seit 2018 ist der Martinsclub zudem in der Stadt Syke in Niedersachsen aktiv.

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Zuhause ist der wichtigste Ort im Leben

Ein Kommentar von Nico Oppel, Fachleitung Wohnen beim Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V., zur Wohnsituation behinderter Menschen

Wie wohnen eigentlich Menschen mit einer Beeinträchtigung? Das Bild, das die Gesellschaft davon hat, ist fest zementiert: Natürlich in einem Wohnheim – wo sonst? Und das, so die einhellige Meinung, sei auch gut so. Die Vorstellung, dass behinderte Menschen ihr Leben selber in die Hand nehmen, erscheint weit weg. Eigenständigkeit wird ihnen nicht zugetraut. Behinderte gehören ins Wohnheim, das war doch immer schon so.

Halt! Eine solche Denkweise ist veraltet, falsch und diskriminierend. Selbstbestimmung und Eigenverantwortung – was wohl jeder freie Mensch für sich einfordern würde – bleiben so auf der Strecke. Zudem sind die Zustände in manchem Wohnheim wenig einladend. Leider ist es auch heute noch so, dass in einigen stationären Gemeinschaftsunterkünften 40 Menschen oder mehr regelrecht zusammengepfercht wohnen. Ruhe, Entspannung, zuhause einfach mal abschalten? Fraglich, wie das unter diesen Umständen gelingen soll. Hinzu kommt, dass ein Leben in solchen Strukturen oft nicht selbst gewählt, sondern das Ergebnis mangelnder Alternativen ist.

Dabei geht es doch auch anders, nämlich ambulant statt stationär. Selbst schwerstbehinderte Menschen sind durchaus in der Lage, in einer eigenen Wohnung oder in kleinen Wohngemeinschaften zu leben. Pflege und Unterstützung können ambulant gewährleistet werden. Die Praxis beweist, dass es klappt. Natürlich ist dieses Modell nicht für alle Menschen gleich gut geeignet. Und der eine oder die andere mag – in Ermangelung besserer Angebote - im Wohnheim tatsächlich gut aufgehoben sein. Hier sind individuelle Lösungen gefragt. Wohnheime dürfen nicht die Resterampe für jene Menschen sein, die im ambulanten Konzept nicht zurechtkommen. Wir beim Martinsclub haben daher den Anspruch, allen Menschen ein ambulantes Wohnangebot zu machen und ihnen die Wahlmöglichkeit über ihre Wohnsituation zu geben. Warum? Weil das eigene Zuhause einer der wichtigsten Orte im Leben ist. Hier sollte man sich wohlfühlen und nach den eigenen Regeln leben können. Dieses Recht müssen Politik und Gesellschaft für alle Menschen gewährleisten.

Ein weiteres Argument für die eigene Wohnung ergibt sich aus der Pandemie: Bricht im Wohnheim das Coronavirus aus, gilt für das ganze Haus mehrere Wochen Zimmerquarantäne. Für die Beteiligten ist das kaum zumutbar, Infektionsgefahr inklusive.

Es ist an der Zeit, einen Paradigmenwechsel einzuläuten und Menschen mit einer Beeinträchtigung den Weg in die eigenen vier Wände zu ebnen.

Zur Person:

Nico Oppel, 42 Jahre, ist studierter Sozialpädagoge und seit 2012 Fachleitung Wohnen beim Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. In dieser Rolle macht er sich für ambulante Wohnangebote für Menschen mit Beeinträchtigung stark.

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Quelle: Frank Scheffka


Martinsclub schließt interne Umstrukturierung ab

„m|2020“: Dezentrale Ausrichtung, um Inklusion in die Stadtteile zu tragen

Bremen. Der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. ist heute in vielen Bremer Stadtteilen präsent, um vor Ort inklusive Angebote zu machen. Dies war nicht immer so: Bis 2009 agierte der Martinsclub ausschließlich aus der Geschäftsstelle in der Neustadt heraus. Die damaligen Herausforderungen der Zukunft verlangten jedoch eine Neuorientierung. So wurde damals beschlossen, den Verein von Grund auf neu zu strukturieren. Dies sollte unter dem Stichwort „m|2020“ geschehen. Seither ist viel passiert. Alte Strukturen wurden aufgebrochen, neue Aufgaben und Einsatzgebiete kamen hinzu. Nun wurde dieser Prozess zu einem feierlichen Abschluss gebracht.

Nah bei den Menschen

Mit dem Beschluss, sich neu aufzustellen, begann für den Martinsclub ein Jahrzehnt des Wandels. Die größte und weitreichendste Veränderung ist dabei die Dezentralisierung. So wurde die Arbeit des Martinsclub mehr und mehr in die Bremer Stadtteile verlagert. Mit den Jahren entstanden regionale Vertretungen, um das Wirken vor Ort zu koordinieren. Die erste Außenstelle wurde 2009 in Findorff mit dem Nachbarschaftshaus Nahbei eröffnet. Nach und nach folgten weitere Standorte in Vegesack, Gröpelingen, Kattenturm, Huckelriede, Walle und in der Vahr. Außerdem gelang 2018 mit der Schaffung eines Quartierszentrums in Syke der Schritt ins niedersächsische Umland. Dahinter steckt eine konkrete Überlegung: „Wir wollten als Martinsclub dort sein, wo die Menschen sind. Inklusion lässt sich nicht von weit weg vorantreiben, es braucht die lokale Verankerung. Unsere Angebote sollen vor Ort umgesetzt und organisiert werden. Eben dort, wo sie gebraucht werden“, erklärt Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider diesen Schritt.

Kurze Wege im Quartier

Daraus ergeben sich viele Vorteile für die Inklusionsarbeit. So sind mit der regionalen Anbindung die Wege sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Nutzerinnen und Nutzer, die die Angebote wahrnehmen, kürzer geworden. Auch der Kontakt zu lokalen Kooperationspartnern konnte dadurch vereinfacht werden. Im selben Atemzug wurden in den Stadtteilen Regionalleitungen installiert, die die Arbeit vor Ort koordinieren und als Ansprechperson für alle möglichen Belange fungieren. „Dies bringt mehrere Vorteile mit sich. Wir können auf Entwicklungen in den Stadtteilen nun viel besser reagieren und unsere Angebote entsprechend anpassen. Auch manche organisatorische Hürde haben wir mit dem Gang in die Quartiere abgebaut. All dies ist ein wichtiger Beitrag zur Barrierefreiheit.  Die Umsetzung war natürlich nicht immer einfach. Und es gab auch Rückschläge und Schwierigkeiten. Unterm Strich ist m|2020 für uns aber ein großer Erfolg. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr“, bilanziert Bretschneider die interne Entwicklung der letzten Dekade.

Interne Feier im Metropol Theater

Nun konnte intern der Abschluss dieses langwierigen Prozesses gefeiert werden. Dazu war die Belegschaft am vergangenen Samstag (13. November) ins Metropol Theater in Bremen geladen. Mit einem eigens produzierten Film und einer Podiumsdiskussion wurde die Entwicklung rekapituliert. Zudem warf der Martinsclub einen Blick auf kommende Herausforderungen und künftige Entwicklungen bis zum Jahr 2030. Diese sollen unter dem Namen m³ (m hoch 3) angegangen werden.

Zum Schutz vor dem Coronavirus wurde die Mitarbeiterveranstaltung auf mehrere Blöcke aufgeteilt, sodass alle Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden konnten. Es galt das 3G-Prinzip, vor Ort wurden zudem Schnelltests angeboten, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.


Wohnen steht an erster Stelle

Wohnungshilfe Bremen e. V. und Hoppenbank e. V. setzen Projekt „Housing First“ zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit in Bremen um – Tag der Wohnungslosen am 11.9.

Bremen. Über 600 Menschen in Bremen haben kein Dach über dem Kopf – Tendenz steigend. Häufige Ursachen sind Arbeitslosigkeit und dadurch bedingte finanzielle Notlagen, aber auch gesundheitliche oder sonstige soziale Probleme. Obdachlosigkeit ist also ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem - und gleichzeitig aber ein Tabuthema. Zwar gibt es allerlei Hilfsangebote, diese kommen jedoch häufig nicht dort an, wo sie benötigt werden. Mit dem Projekt „Housing First“, einem neuen Ansatz in der Obdachlosenhilfe, werden fortan die Wohnungshilfe Bremen e. V. und Hoppenbank e. V. langfristig obdachlosen oder wohnungslosen Menschen in der Hansestadt mit Wohnraum und einer sozialpädagogischen Betreuung dauerhaft und effektiv helfen. Gefördert wird dieses Anliegen von der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport. Als Kooperationspartner sind zudem die AMEOS-Kliniken Bremen und Haus und Grund Bremen mit im Boot.

Wohnung als Schritt in ein geregeltes Leben

Das Konzept setzt dabei auf einen festen Grundsatz: Der Bezug von Wohnraum ist an keinerlei Bedingungen geknüpft. Heißt: Die Unterstützung beginnt damit, obdachlose Menschen in einer Wohnung unterzubringen. Alle weiteren Angebote, etwa Hilfestellungen in Sachen Gesundheit, Haushaltsführung und im Umgang mit finanziellen Problemen, folgen davon losgelöst. „In der Obdachlosenhilfe ist es oft so, dass nur denjenigen Menschen Wohnungen zur Verfügung gestellt werden, die erfolgreich an verschiedenen Therapien und Maßnahmen teilnehmen. Gelingt dies nicht, verlieren sie die Wohnung wieder. So geraten obdachlose Menschen leicht in einen Teufelskreis, aus dem sie nur schwer wieder herausfinden“, erklärt Moritz Muras, Geschäftsführer der Wohnungshilfe Bremen e. V. Nach dem Prinzip „Housing First“ dagegen steht das Recht auf Wohnen an erster Stelle, alle weiteren Schritte hin zu einem geregelten Leben sind dem untergeordnet. „In Berlin, aber auch in mehreren EU-Staaten ist Housing First bisher sehr erfolgreich umgesetzt worden, die Erfahrungen sind durchweg positiv. Bei durchschnittlich vier von fünf Personen, die nach diesem Ansatz unterstützt wurden, konnte die Obdachlosigkeit langfristig zugunsten einer geregelten Lebensführung beendet werden“, berichtet Svenja Böning, Geschäftsführerin von Hoppenbank e. V. Die rot-grün-rote Regierungskoalition hatte das Projekt Housing First in der laufenden Wahlperiode zur Umsetzung in Bremen ausgeschrieben. „Wir sind zuversichtlich, dass wir damit die Situation von obdachlosen, wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen in Bremen verbessern können. Zudem wäre es schön, wenn es uns gelingt, andere Länder und Kommunen vom Housing First-Ansatz zu überzeugen“, so Böning und Muras.

11. September: Tag der Wohnungslosen

Um bundesweit auf die schwierige Situation von Menschen ohne festes Zuhause aufmerksam zu machen, wird jährlich am 11. September der „Tag der Wohnungslosen“ begangen. Hierzu wird es am Samstag auf dem Bremer Marktplatz zwischen 11 und 14 Uhr eine Kundgebung sowie Info-Stände und verschiedene Aktionen zum Thema Obdachlosigkeit geben. Die Wohnungshilfe Bremen e. V. und Hoppenbank e. V. werden dabei das Projekt „Housing First“ vorstellen.

Informationen zur Umsetzung von „Housing First“ in Bremen erteilt Moritz Muras, Geschäftsführer der Wohnungshilfe Bremen e. V. telefonisch unter 0421-27872701 sowie per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Die Wohnungshilfe Bremen e. V. setzt sich zur Verbesserung der Wohnbedingungen von Menschen in sozialen Notlagen ein. Dafür vermittelt sie Wohnraum an wohnungslose, von Wohnungslosigkeit bedrohte oder obdachlose Menschen und unterstützt sie auf dem Weg zurück in ein geregeltes Leben. Aktuell verwaltet der Verein rund 300 Wohneinheiten in Bremen, die sich entweder im eigenen Besitz befinden oder angemietet wurden. Seit 2021 setzt die Wohnungshilfe Bremen e. V. im Trägerverbund mit Hoppenbank e. V. das Projekt Housing First um: In diesem neuen Ansatz in der Obdachlosenhilfe markiert die Unterbringung in einer eigenen Wohnung den Beginn des Unterstützungsprozesses, worauf alle weiteren Schritte folgen.

www.wohnungshilfe-bremen.de

www.housing-frist-bremen.de


Pott und Pann für die neue Küche

Reichsbund Stiftung spendet 5.000 Euro für FASD-Wohnangebot des Martinsclub

Bremen-Osterholz. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann schwere Folgen für das ungeborene Kind haben: In solchen Fällen können Babys mit einer Beeinträchtigung auf die Welt kommen, der sogenannten fetalen Alkoholspektrums-Störung, kurz FASD. Als Auswirkungen gelten eine Schädigung des zentralen Nervensystems, ein auffälliges Sozialverhalten und psychische Probleme. Für diese Zielgruppe eröffnet der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. in Kürze ein spezielles Wohnangebot auf dem Ellener Hof in Bremen-Osterholz.

5.000 Euro: Reichsbund Stiftung finanziert Küchenausstattung

Zum nahenden Einzug gibt es nun ein besonderes Willkommensgeschenk: Die Reichsbund Stiftung, eine in Hannover ansässige Stiftung zur Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen, stellt 5.000 Euro zur Anschaffung von Küchenutensilien und weiteren Einrichtungsgegenständen zur Verfügung. „Mit dem Geld werden wir einkaufen gehen, um die Küche mit allen notwendigen Geräten, die man zum Kochen und Backen so braucht, auszustatten. Und wenn es das Budget hergibt bleibt vielleicht auch noch etwas für einen neuen Fernseher übrig. In jedem Fall freuen wir uns sehr über diese großzügige Unterstützung und danken der Reichsbund Stiftung für die Spende“, erklärt die künftige Hausleiterin Margarethe Jakubiec.

Neues Wohnkonzept

Mit der Eröffnung des Wohnangebotes, das sich speziell an Menschen mit fetaler Alkoholspektrums-Störung richtet, betritt der Martinsclub neue Wege. In Bremen ist diese Wohngemeinschaft die erste ihrer Art, in ganz Deutschland gibt es bislang nur wenige solcher Einrichtungen. Ziel des Martinsclub ist es, ein Wohnkonzept zu bieten, das speziell an den besonderen Bedürfnissen der Zielgruppe ausgerichtet ist. Die Eröffnung der Wohngemeinschaft ist für Mitte September geplant.


Politik für alle!

Martinsclub-Magazin „m“ berichtet über behindertenpolitisches Engagement in Bremen

Bremen. Im Herbst steht die Wahl zum Deutschen Bundestag an. Viele Verbände und Interessengruppen machen im Vorfeld auf ihre Forderungen und Wünsche aufmerksam. Menschen mit Beeinträchtigungen haben es dabei traditionell schwer, in der Politik Gehör zu finden. Und die Corona-Pandemie hat dieses Phänomen noch einmal verstärkt. Um diesem Problem entgegenzuwirken existieren auch in Bremen zahlreiche Initiativen und Zusammenschlüsse, die behindertenpolitisch aktiv sind und für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben eintreten. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „m“, herausgegeben vom Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V., widmet sich diesem speziellen politischen Engagement. „Gerade im Vorfeld der Bundestagwahl war es uns wichtig, deutlich zu machen, dass jeder Mensch politisch aktiv sein kann und dabei etwas bewegen kann. Das fängt oft schon im Kleinen an, im eigenen Stadtteil, in Vereinen vor Ort. Hier wird häufig auf Themen wie Barrierefreiheit und Mitbestimmung Einfluss genommen“, erklärt m-Redaktionsleiterin Catrin Frerichs. Neben eigenen Angeboten des Martinsclub, etwa einem Politikkurs in Vegesack, werden mehrere Vereine und engagierte Menschen vorgestellt, die auf diesem Gebiet aktiv sind. Ein Interview mit Bremens Landesbehindertenbeauftragtem Arne Frankenstein sowie ein Gastkommentar des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel runden das Politikthema des m-Magazins ab. Daneben geht es um viele weitere Angelegenheiten, die rund um den Martinsclub aktuell sind: So wird etwa die schwierige Fachkräftesituation in Pflegeberufen behandelt, ein künstlerisches Fotoprojekt in der Überseestadt portraitiert und eine inklusive Gruppe vorgestellt, die sich auf die Organisation von Festivals spezialisiert hat.

Die Zeitschrift „m“ ist kostenfrei erhältlich in der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26 in der Bremer Neustadt. Außerdem liegt das Magazin in den Quartierszentralen des Martinsclub in Findorff, Gröpelingen, Vegesack, Kattenturm, Huckelriede, Walle, in der Vahr sowie in Syke aus. Zudem ist das „m“ online unter www.martinsclub.de/ueber-uns/m verfügbar. Wer die Inklusionsarbeit des Martinsclub als Mitglied unterstützt, bekommt das vierteljährlich erscheinende Magazin gratis frei Haus geliefert. Ein entsprechender Mitgliedsantrag ist bei Julia Renke, Telefon 0421-53 747 799, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., erhältlich.

Der Martinsclub Bremen e. V. ist einer der größten Träger der Behindertenhilfe in Bremen. Gegründet im Jahr 1973, bietet er heute ein vielfältiges Leistungsangebot. Dazu zählen Wohnbetreuung, Assistenz in Schule, Jugendhilfe, Pflege, Bildungs- und Freizeitangebote, Fortbildungen für soziale Berufsfelder, eine Tagungsraumvermietung, zwei inklusive Gastronomiebetriebe sowie eine Agentur für barrierefreie Kommunikation. Gesellschaftlich und politisch setzt sich der Martinsclub mit seinen ca. 1.200 Beschäftigten für Inklusion und Gleichberechtigung ein. In den Bremer Stadtteilen Neustadt, Findorff, Kattenturm, Gröpelingen, Huckelriede, Vegesack, Walle und Vahr ist er mit einem Quartierszentrum vertreten. Seit 2018 ist der Martinsclub zudem in der Stadt Syke in Niedersachsen aktiv.

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Das Magazin „m“ als Download:

https://www.martinsclub.de/wp-content/uploads/2021/07/m2-2021_final_internet.pdf


Engagement in der Behindertenarbeit

Martinsclub sucht Menschen, die sich für Inklusion einsetzen möchten

Bremen. Seit einigen Monaten ist der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. mit einer großen Werbekampagne im Bremer Stadtbild präsent. Unter dem Motto „Für Vielfalt. Gegen Barrieren. Mit uns.“ rührt der Martinsclub die Werbetrommel, um Interessierte zu einem ehrenamtlichen Engagement in Sachen Inklusion zu ermutigen. „Inklusion braucht Zeit, Geld und vor allem engagierte Leute. Wer aktiv werden möchte, kann uns beispielsweise als Reisebegleitung, in Wohnangeboten oder in der Freizeitgestaltung unterstützen. Auch für verschiedene Veranstaltungen freuen wir uns immer über helfende Hände“ erklärt Julia Renke. Sie ist beim Martinsclub als Ansprechperson für Ehrenamtliche, Mitglieder und Spenden für die Umsetzung der Kampagne verantwortlich. Neben dem ehrenamtlichen Einsatz bietet der Martinsclub zudem die Möglichkeit, als Mitglied das Vereinsleben aktiv mitzugestalten. „Für die Umsetzung inklusiver Projekte sind wir zudem auf finanzielle Hilfe angewiesen, deshalb sind auch Geldspenden immer willkommen. All unsere Aktivitäten sind dabei darauf ausgerichtet, inklusive Angebote zu schaffen, um so die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung zu verbessern“, so Renke. Auf dieses Anliegen macht seit Neustem auch eine Straßenbahn der BSAG aufmerksam, die im Kampagnendesign des Martinsclub auf den Linien 1 und 4 durch Bremen fährt und so die Botschaft in der Stadt bekanntmacht.

Barrieren im täglichen Leben

Nötig ist eine solche Kampagne auch, weil Menschen mit einer Beeinträchtigung nach wie vor nicht vollständig gleichberechtigt sind. „Die Inklusion ist noch lange nicht verwirklicht. Immer wieder stoßen Menschen mit Behinderung auf Hürden und Hindernisse, die das tägliche Leben erschweren. Noch immer versperren Barrieren den Zugang zu einem selbstbestimmten Leben. Auch existieren nach wie vor viele Vorurteile, mit denen behinderte Menschen konfrontiert werden. Mit unserer Kampagne wollen wir auf all diese Dinge hinweisen“, so Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider.

Alle Informationen zur Kampagne sind online unter www.martinsclub.de/machmit zu finden. Zudem informiert Julia Renke, Tel.: 0421 – 53747-799, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., über Möglichkeiten der Unterstützung.


Bremen schafft seinen Spitzenplatz in der Inklusion ab

Ein Kommentar von Christa Drescher, Fachleitung Jugendhilfe beim Martinsclub Bremen e. V., über die fachliche Qualifikation von Schulbegleitungen

„Bremen gilt als Vorzeigeland, wenn es um die Inklusion in Schulen geht. Die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention werden vorbildlich umgesetzt. Das Ziel, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten, wird hier erfolgreicher als anderswo verfolgt. Ein Grund dafür sind die hohen Anforderungen an die Schulbegleitungen, die mit den Kindern arbeiten. Diesen Job darf nämlich nur ausüben, wer eine spezielle pädagogische Ausbildung vorweisen kann und folglich über entsprechende Erfahrungen in diesem Beruf verfügt. Was absolut Sinn macht, schließlich ist die pädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit teils starken seelischen Beeinträchtigungen eine komplexe, herausfordernde Aufgabe. Die fachliche Qualität des Personals ist daher eine Grundvoraussetzung für inklusiven Schulunterricht. Dennoch will die Bremer Sozialbehörde einen neuen Kurs einschlagen und auf diesem Gebiet künftig ungelernte Hilfskräfte einsetzen. Auf Profession, Erfahrung und praktisches Wissen – was qualifiziertes Personal ausmacht – soll verzichtet werden.

Dieses absurd anmutende Vorhaben wird offiziell begründet mit dem eklatanten Fachkräftemangel. Ja, zu wenige Menschen ergreifen diesen Beruf. Und natürlich mag es auch Naturtalente geben, die ohne Formalqualifikation einen guten Job machen. Aber rechtfertigt dies die fachliche Aushöhlung eines ganzen Berufsstandes? So würde das Schicksal der Kinder in die Hände von Kräften gelegt, die nicht fachlich fundiert, sondern aufs Geratewohl hin agieren. Dies ist für alle Beteiligten eine denkbar schlechte Lösung.

Vielmehr müssen Anreize geschaffen werden, um junge Menschen sowie auch Quereinsteiger von der Ausbildung zu überzeugen. Letztlich drängt sich aber der Verdacht auf, dass das Land Bremen mit der Beschäftigung fachfremden Personals schlicht Geld sparen möchte. Dies wäre ein allzu plumper Versuch, die klamme Staatskasse auf Kosten beeinträchtigter Kinder aufzuhübschen. Dabei lohnen sich doch gerade jetzt Investitionen ins Bildungssystem. Ansonsten steigen die Kosten, die man jetzt einzusparen versucht, künftig ins Unermessliche.

Während der Coronakrise haben Schülerinnen und Schüler, vor allem jene mit einer Beeinträchtigung, schon genug verpasst. Die vielen Beschränkungen haben zu seelischen und körperlichen Belastungen geführt, mühsam erarbeitete Inklusionserfolge wurden zunichte gemacht. Hinzu kommt ein besorgniserregender Anstieg von psychischer, häuslicher und sexualisierter Gewalt. Das Ausmaß dieser sozialen Katastrophe ist noch gar nicht absehbar, die Folgen werden uns noch Jahre beschäftigen. Für diese enorme Herausforderung braucht es unbedingt pädagogische Fachkräfte. Stattdessen setzt Bremen in dieser prekären Situation allen Ernstes auf weniger statt auf mehr pädagogische Qualität. Dies ist ein Vergehen am Wohlergehen und an der Zukunft der Kinder. Das gesamte Schulsystem wird unter diesem wahnwitzigen Unterfangen leiden. Wir als Martinsclub Bremen e. V. fordern die Sozialbehörde auf, diesen Schritt zu überdenken – vor allem im Sinne der betroffenen Kinder.“


Dritter Fachtag #Teilhabe erfolgreich verlaufen

Medienkompetenz von Menschen mit Beeinträchtigung stand im Mittelpunkt

Bremen. Am 4. Juni fand der dritte Fachtag #Teilhabe statt, den die Bremische Landesmedienanstalt (brema) alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Martinsclub Bremen e. V. und dem Landesbehindertenbeauftragten Bremen veranstaltet – in diesem Jahr komplett digital via Zoom. Welche medialen Barrieren und Hürden existieren für Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung? Und wie können diese abgebaut und durch aktive Medienarbeit Zugänge geschaffen werden? Mit diesen Fragen befasste sich der diesjährige Fachtag #Teilhabe unter der Moderation des Regisseurs und Produzenten Eike Besuden.

Aus Praxis und aktueller Forschung: Von Barrieren und Hürden in der digitalen Welt

Neben Vorträgen über Potenziale inklusiver Medienbildung und die Auswirkungen der Coronakrise auf Barrieren im digitalen Raum wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Praxis-Workshops gezeigt, wie sie sich das nötige digitale Wissen aneignen können. Dr. Christine Ketzer (Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V.) berichtete von ihren Erfahrungen in der Begleitung inklusiver Jugendmedienprojekte. Sie ermunterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das Potenzial von Medienarbeit und dieses Wissen im Alltag zu nutzen. Michael Mayerle (Sozialpädagoge an der Universität Siegen) und Benjamin Freese (In der Gemeinde leben gGmbH) betrachteten das Thema im Lichte der Coronakrise und analysierten, ob und wie die Lockdown-Monate zur Verschärfung von digitaler Exklusion beigetragen haben, wie neue pandemiebedingte Barrieren abgebaut und die digitale Teilhabe auch in Pandemiezeiten gefördert werden kann. Im Praxisbericht mit dem Titel „Wie wir das Internet einfach erklären“ vom Büro für inklusive Medienbildung – NetzStecker wurde gezeigt, wie das Projekt der Lebenshilfe Münster Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt. In einem gemeinsamen Workshop wurden alle Themen aufgegriffen und praktische Strategien für die inklusive Medienbildung erprobt. Melanie Schaumburg von der Universität Oldenburg zeigte, wie ein guter Umgang mit Medien gelingen kann, welche Herausforderungen mit Fake News einhergehen und wie eigene Ideen entwickelt und Medien gestaltet werden können.

Die brema-Direktorin Cornelia Holsten betont: „Barrierefreiheit beginnt im Kopf und muss einfach noch viel selbstverständlicher mitgedacht werden. Die digitalen Möglichkeiten, die Medien uns eröffnen oder eben verwehren, waren noch nie so präsent wie seit Beginn der Pandemie. Mediennutzung entscheidet über Teilhabe. Unser digitales Miteinander hängt davon ab, dass wir Barrieren bei der Mediennutzung aus dem Weg räumen. Mit dem Fachtag #Teilhabe wollen wir dafür einen Beitrag leisten.“

Thomas Bretschneider, Vorstand des Martinsclub Bremen e. V., rückt den Fokus auf die drohende digitale Spaltung: „In Zeiten der Pandemie ist sehr deutlich geworden, welche Rolle die Digitalisierung in Deutschland spielt und wie weit Menschen mit Beeinträchtigung, aber auch andere gesellschaftliche Gruppen Gefahr laufen, von der Entwicklung abgekoppelt zu werden. Hier müssen wir sehr deutlich aufpassen, dass dieser Prozess gestoppt wird, und die Menschen in die Lage versetzt werden, Barrieren abzubauen und Kompetenzen zu entwickeln, der erneuten Ausgrenzung auch im digitalen Bereich zu begegnen. Wir brauchen eine inklusive Entwicklung für alle Menschen, sich im digitalen Bereich weiterzuentwickeln und auch eine erhebliche Schulung von Menschen, die hier als Anleiterinnen und Anleiter dienen. Das ist ein dickes Brett, was hier noch zu bohren ist.“

Bremens Landesbehindertenbeauftragter Arne Frankenstein: „Gesellschaftliches Leben findet immer häufiger auch in digitalen Räumen statt. Diese Räume müssen deshalb von Anfang an inklusiv gestaltet sein. Hierfür tragen wir eine gemeinsame Verantwortung. Wir alle müssen in die Lage versetzt werden, Barrieren abzubauen und Kompetenzen zu erwerben, um einander gleichberechtigt und auf Augenhöhe zu begegnen. Der Fachtag zeigt, dass hiervon alle profitieren und ein Mehrwert entsteht, der weit über digitale Räume hinausgeht. Unerlässlich ist und bleibt, dass behinderte Menschen aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter dieser Weiterentwicklung sind."

Auch Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte betonte in seiner Schlussrede: „Wir sehen in der aktuellen Zeit mehr denn je, dass Medienkompetenz Teilhabe ermöglicht. Danke an all die Fachkräfte, die sich auf den Weg gemacht haben, mediale Hürden ernst zu nehmen und abzubauen.“


Ein Jahr in der Vahr

Martinsclub feiert einjähriges Bestehen im Bremer Osten

Bremen-Vahr. „Go East“ hieß es vor Jahresfrist für den Martinsclub Bremen e. V. Im April 2020 eröffnete der Behindertenhilfeträger ein neues Quartierszentrum in der Vahr. Ziel war es, das eigene Wirkungsgebiet für Angebote und Leistungen rund ums Thema Inklusion auf die östlichen Bremer Stadtteile Vahr, Hemelingen und Osterholz zu erweitern. Nun blickt der Martinsclub auf ein Jahr in der Vahr zurück. „Der Schritt war wichtig und logisch, denn wir sind hier mit vielerlei Aktivitäten vertreten. So ist ein Großteil unserer Schulassistenzen an Schulen im Bremer Osten im Einsatz. Deren Koordination erfolgt aus dem Quartier in der Vahr. Dann sind wir hier an mehreren Wohnangeboten, die sich an Menschen mit einer Beeinträchtigung richten, beteiligt. Außerdem konnten wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern einige Bildungs- und Freizeitangebote auf die Beine stellen. Der Schritt in die Vahr hat sich gelohnt“, zieht Sebastian Jung aus der Geschäftsleitung des Martinsclub ein positives Zwischenfazit.

Vielfältige Angebote auf den Weg gebracht

Mit der Ansiedelung in der Sonneberger Straße 20 verband der Martinsclub das Vorhaben, Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigung im Bremer Osten zu verankern und als Ansprechpartner vor Ort präsent zu sein. Ein besonders großes Anliegen ist dabei, inklusive Wohnangebote zu schaffen. „Gemeinsam mit der Bremer Heimstiftung bauen wir zum Beispiel auf dem Ellener Hof eine Wohneinrichtung für junge Leute mit fetalem Alkoholsyndrom. Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt die Einweihung in diesem Sommer“ so Jung. Zudem sind weitere Projekte aus dem Wohnbereich in Planung, etwa die Mietwohngemeinschaft „Bremer Punkt“, die in Zusammenarbeit mit der GEWOBA entsteht. Und auch im Bildungs- und Freizeitsektor ging es voran: So konnten verschiedene Kooperationspartner gewonnen werden, um inklusive Freizeitmöglichkeiten anzubieten. „Hier hat uns natürlich die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht, einige geplante Sachen mussten ausfallen. Dennoch haben wir eine Reihe von Angeboten, vor allem für Kinder und Jugendliche, veranstaltet“, erklärt Jung. So gab es etwa im vergangenen Herbst, gemeinsam mit dem Guck-mal-Atelier von Petri & Eichen, einen kreativen Kunst-Workshop. Und in diesem Sommer soll, je nach Corona-Situation, ein Sport- und Gymnastikkurs stattfinden, der in Kooperation mit dem Hemelinger SV umgesetzt wird.

Dialog mit Akteuren im Stadtteil

Künftig möchte der Martinsclub die inklusive Angebotspalette im Bremer Osten noch weiter vertiefen und verbessern. Um die entsprechenden Bedarfe zu ermitteln und passende Leistungen ins Leben zu rufen, steht der Behindertenhilfeträger mit den politischen und gesellschaftlichen Akteuren in den Stadtteilen im ständigen Austausch. Jung: „Insgesamt sind wir zufrieden. Unser Start war durch die Pandemie nicht einfach. Wir konnten aber einiges, was wir uns vorgenommen haben, erreichen. Unsere Arbeit für die Inklusion werden wir weiter vorantreiben.“

Martinsclub in der Vahr

Sonneberger Straße 20, 28329 Bremen

Der Martinsclub Bremen e. V. ist einer der größten Träger der Behindertenhilfe in Bremen. Gegründet im Jahr 1973, bietet er heute ein vielfältiges Leistungsangebot. Dazu zählen Wohnbetreuung, Assistenz in Schule, Jugendhilfe, Pflege, Bildungs- und Freizeitangebote, Fortbildungen für soziale Berufsfelder, eine Tagungsraumvermietung, zwei inklusive Gastronomiebetriebe sowie eine Agentur für barrierefreie Kommunikation. Gesellschaftlich und politisch setzt sich der Martinsclub mit seinen ca. 1.200 Beschäftigten für Inklusion und Gleichberechtigung ein. In den Bremer Stadtteilen Neustadt, Findorff, Kattenturm, Gröpelingen, Huckelriede, Vegesack, Walle und Vahr ist er mit einem Quartierszentrum vertreten. Seit 2018 ist der Martinsclub zudem in der Stadt Syke in Niedersachsen aktiv.

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„Behindern verhindern!“ - Martinsclub startet Werbekampagne

Aktion soll zum Mitmachen animieren – Präsenz im gesamten Stadtbild

Bremen. Inklusion ist das Stichwort, wenn es um Gleichberechtigung von Menschen mit einer Beeinträchtigung geht. Genau dafür tritt der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. ein. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung gibt es ein Problem: „Inklusion ist wichtig, das Wort ist geläufig. Aber viele Menschen wissen gar nicht, was Inklusion wirklich bedeutet, was dahintersteckt. Dies möchten wir ändern“, erklärt Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider. Deshalb geht der Martinsclub nun mit einer Werbekampagne in die Offensive.

Bewusste Provokation soll zum Nachdenken anregen

Auf Plakaten und Straßenbahnen wird so im gesamten Bremer Stadtgebiet für die Inklusion geworben. Hingucker sind dabei die Slogans „Behindern verhindern“ und „Behindert, wenn du nicht mitmachst“ in Verbindung mit unkonventionellen Fotomotiven. Diese durchaus provokante Ansprache ist ganz bewusst gewählt. „Menschen mit einer Beeinträchtigung stoßen im täglichen Leben immer wieder auf Barrieren, die ihren Alltag erschweren. Unserer Meinung nach sind sie nicht von sich aus behindert, sie werden erst durch äußere Einflüsse behindert. Indem wir mit dieser deutlichen Wortwahl spielen, wollen wir zum Nachdenken und Diskutieren anregen“, führt Bretschneider aus. Ziel der Aktion ist es, interessierte Menschen für ein ehrenamtliches oder finanzielles Engagement im Martinsclub zu gewinnen. „Wir bieten eine Fülle an Leistungen und Angeboten für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Um dies aufrechterhalten zu können, sind wir auf Hilfe angewiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, unsere Arbeit zu unterstützen“, so Bretschneider. Alle Informationen zur Kampagne und zur aktiven Teilnahme sind im Internet unter der Adresse www.martinsclub.de/machmit sowie auf den sozialen Medien des Martinsclub nachzulesen.

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Quelle: Martinsclub


Fortbildungen: Das A & O in sozialen Berufsfeldern

Martinsclub stellt Seminarprogramm für 2021 vor – viele Online-Veranstaltungen

Bremen. Berufliche Bildung gewinnt auf dem heutigen Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung. Gerade in sozialen Berufsfeldern wird von Fachkräften eine stetige inhaltliche und methodische Weiterbildung verlangt. „Die soziale Arbeit ist eine sehr dynamische Branche. Rechtlich und inhaltlich kommt es hier laufend zu Änderungen, die Anforderungen steigen und wandeln sich ständig. Fortbildungen sind deshalb ein wichtiger Teil des Berufslebens, um die Qualität der Arbeit zu sichern und die eigenen Handlungskompetenzen auszubauen“, erklärt Nina Marquardt, Leiterin der Personalentwicklung beim Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. Der am Martinsclub angedockte Fortbildungsbereich m|colleg hat sich auf entsprechende Bildungsformate in sozialen Berufsfeldern spezialisiert und auch für das Jahr 2021 ein vielseitiges Seminarprogramm entworfen.

Bandbreite der sozialen Arbeit – Medienkompetenz als Lehre aus der Pandemie

Thematisch deckt das Seminarangebot viele wesentliche Bereiche der sozialen Arbeit ab. Schwerpunktmäßig stehen dabei unter anderem pädagogische, gesundheitliche, rechtliche und kommunikative Aspekte sowie ein Themenblock zum Autismus-Spektrum im Vordergrund. Veranstaltungen, die sich speziell mit herausforderndem Verhalten beschäftigen, geben den Teilnehmenden zudem Hilfestellungen für schwierige Situationen an die Hand. „Wir haben zahlreiche Expertinnen und Experten engagieren können, die ihr Wissen gerne weitergeben. Fach- und Führungskräfte können davon ebenso profitieren wie Berufsneulinge“, findet Marquardt. Als Lehre aus der Corona-Pandemie nimmt das m|colleg außerdem Medienkompetenzen noch stärker als bisher in den Blick. „Corona hat den sozialen Sektor stark verändert. Durch die Kontaktbeschränkungen hat sich vieles ins Internet verlagert. Das ist in der Zusammenarbeit unter Fachkräften sowie in der Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden alles andere alles einfach. Wir wollen die entsprechenden Kompetenzen dafür vermitteln“, so Marquardt. Passend dazu finden zahlreiche Fortbildungen pandemiekonform als Online-Angebote statt. Bei Präsenzveranstaltungen greift zudem ein strenges Hygienekonzept, um alle Mitwirkenden bestmöglich vor Ansteckungen mit dem Coronavirus zu schützen. „Fortbildungen, die wir vor Ort anbieten, finden natürlich nur statt, solange die zu dem jeweiligen Zeitpunkt geltende Corona-Verordnung dies zulässt“, versichert Marquardt. Alternativ können die Veranstaltungen auch kurzfristig ins Internet verlegt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Fragen zum Fortbildungsprogramm beantwortet das Team des m|colleg per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. sowie per Telefon unter der Nummer 0421-5374769. Das Programm liegt in der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26, 28201 Bremen, sowie in den Quartierszentren in Gröpelingen, Findorff, Walle, Kattenturm, Huckelriede, Vegesack sowie in der Vahr und in Syke aus.

Direktlink zum Fortbildungsprogramm des m|colleg:

https://www.mcolleg.de/storage/2020/12/mcolleg2021_web.pdf


Lesestoff über digitale Barrierefreiheit

Martinsclub-Magazin „m“ informiert über Inklusion in der Digitalisierung

Bremen. Welche Bedeutung die Digitalisierung in der heutigen Gesellschaft hat, ist hinlänglich bekannt. Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben gehören digitale Prozesse längst zum absoluten Standard. Nicht zuletzt die Coronakrise zeigt, wie nützlich etwa Videokonferenzen und Chats in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Home-Office sind. Doch sind die digitalen Chancen gerecht verteilt? Besonders Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung haben oft Probleme, die technologischen Möglichkeiten für sich zu nutzen. Viele Barrieren, die sich im Umgang mit digitalen Medien auftun, machen ihnen oftmals das Leben schwer. Dies thematisiert das neue Magazin „m“ vom Martinsclub Bremen e. V. „Der Martinsclub setzt sich verstärkt für digitale Teilhabe von Menschen mit einer Beeinträchtigung ein. Dazu gibt es allerlei Kurse und Mitmach-Angebote, die sich damit befassen. Somit hat sich das Thema auch für das m-Magazin angeboten“, erklärt Herausgeber Benedikt Heche. Neben Betroffenen, die über ihre Erfahrungen mit digitalen Anwendungen berichten, kommen auch mehrere Influencer, die sich für Inklusion einsetzen - sogenannte „Inkluencer“ – zu Wort. In einem Interview steht zudem Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt, Rede und Antwort. Weiterhin blickt die Redaktion hinter die Kulissen der Ausstellung „Medienwelten“ im Focke-Museum und berichtet über einen inklusiven Film, den der Martinsclub mit den Compagnons cooperative inklusiver Film dreht.

Die Zeitschrift „m“ ist kostenlos erhältlich in der Geschäftsstelle des Martinsclub in der Neustadt, Buntentorsteinweg 24/26, 28201 Bremen. Zudem liegt es in allen Quartierszentren des Martinsclub in Findorff, Gröpelingen, Vegesack, Kattenturm, Huckelriede, Walle, in der Vahr sowie in Syke aus. In Internet steht das Heft unter www.martinsclub.de/m kostenfrei zum Download bereit.

Link zur aktuellen Ausgabe:

https://www.martinsclub.de/storage/2020/12/m_4_2020_Internet.pdf


Neues Quartierszentrum in der Vahr - Martinsclub Bremen

Inklusion im Bremer Osten: Martinsclub erweitert Einzugsgebiet

Behindertenhilfeträger eröffnet neues Quartierszentrum in der Vahr

Bremen-Vahr. Menschen zusammenbringen, Angebote schaffen, Inklusion vorantreiben – dafür tritt der Martinsclub Bremen e. V. ein. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die lokale Präsenz vor Ort. Mit der Eröffnung eines neuen Quartierszentrums in der Vahr erweitert der Behindertenhilfeträger nun sein Wirkungsgebiet. Das Büro in der Sonneberger Straße 20 soll als Anlaufpunkt für Interessierte dienen und die Aktivitäten des Vereins vor Ort bündeln. „Unser Ziel besteht zunächst darin, Netzwerke aufzubauen. Welche Bedarfe gibt es, welche Angebote bestehen schon, was fehlt noch? Hier brauchen wir eine enge Zusammenarbeit mit der Politik, der Wirtschaft und vor allem mit anderen sozialen Trägern“, erklärt Brenda Berning, die die Leitung vor Ort übernehmen wird. Neben Wohnungen, deren Einrichtung sich speziell an den Bedürfnissen von Menschen mit einer Beeinträchtigung orientiert, ist vor allem eine Erweiterung des lokalen inklusiven Freizeitangebotes angedacht.

Eingang Quartierszentrum Vahr Quelle MartinsclubVahr: Standort bringt viele Vorteile

Wichtige Leistungen des Martinsclub sind bereits seit Längerem in der Vahr verfügbar. Neben schon existenten Mitmach-Kursen beschäftigt der Martinsclub hier zahlreiche Assistenzkräfte, die Kindern mit einer Beeinträchtigung den Besuch einer Regelschule ermöglichen. Auch große Teile der Jugendhilfe sind hier verortet. „Wir sind mit über 200 Kolleginnen und Kollegen an den Schulen in den östlichen Stadtteilen im Einsatz. Deren Koordination erfolgt künftig aus unserem neuen Quartierszentrum“, so Berning. Dadurch erhofft sie sich neben einer engeren Zusammenarbeit mit den Schulen auch eine verbesserte Betreuungssituation für die Kinder. Für die täglich geleistete Inklusionsarbeit des Martinsclub ist die Vahr daher ein äußerst wichtiger Stadtteil.

 

Lokale Verankerung in den Quartieren

Der Schritt, den der Behindertenhilfeträger mit der Ansiedelung im Bremer Osten geht, fügt sich in die verfolgte Gesamtstrategie ein. Diese sieht seit über zehn Jahren einen weitreichenden Prozess der Regionalisierung vor. „Inklusion und Beteiligung können nur dort gelingen, wo das tägliche Leben stattfindet. Die Arbeit vor Ort, in den Stadtteilen, bei den Menschen, hat daher einen hohen Stellenwert für unser Wirken. In einem WiN-Gebiet wie in Teilen der Vahr besteht ein großer Bedarf an sozialen Wohn- und Nachbarschaftsangeboten. Hier können wir unsere Expertise hervorragend einbringen“, erläutert Sebastian Jung aus der Geschäftsleitung des Martinsclub. Nach diesem Schema betreibt der Martinsclub im gesamten Bremer Stadtgebiet regionale Anlaufstellen, so in Findorff, Kattenturm, Vegesack, Gröpelingen, Huckelriede, in der Neustadt sowie in der Stadt Syke im Landkreis Diepholz.

Eröffnungsfeier im Sommer

In der Vahr sollen nun ähnliche Strukturen entstehen. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Mit unserer Arbeit wollen wir einen positiven Beitrag zur Lebensqualität hier vor Ort leisten“, wie Berning abschließend sagt. Um die Ankunft des Martinsclub im Quartier zu feiern und sich mit den lokalen Akteuren bekannt zu machen, folgt voraussichtlich im Juli eine offizielle Eröffnungsfeier.

Martinsclub Regionalleiterin Brenda Berning Quelle Frank ScheffkaFragen zum Angebot des Martinsclub in der Vahr beantwortet Regionalleiterin Brenda Berning telefonisch (0421-98997711) sowie unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Martinsclub in der Vahr

Sonneberger Straße 20

28329 Bremen

0421 - 98997711

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